Wassernachschub für das Tote Meer

Das Tote Meer trocknet aus. Der Wasserpegel sinkt seit den 1960er Jahren kontinuierlich, Grund dafür ist die erhöhte Wasserentnahme aus dem Fluss Jordan. Im Jahre 2013 haben sich Israel, Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde auf Maßnahmen geeinigt, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Bestandteil dieses Abkommens sind unter Anderem Pläne, das Tote Meer über einen Kanal bzw. eine Pipeline mit Wasser aus dem Roten Meer zu Versorgen. Diese Pipeline Pläne nehmen nun konkrete Gestalt an. Jordanien hat mit der Ausschreibung des Projektes für private Firmen begonnen, Baubeginn ist für 2017 und die Fertigstellung für 2024 geplant. Dann soll die Anlage pro Jahr bis zu 215 Millionen Kubikmeter Salzwasser aus dem Roten Meer in das über 200 Kilometer entfernt liegende Tote Meer leiten.
Vor der Weiterleitung soll aus dem entnommene Wasser, in einer Entsalzungsanlage, Trinkwasser gewonnen werden, welches dann zum Erzeugungspreis an die drei Parteien Israel, Jordanien und Palästina, verkauft wird. Die Reste dieses Vorgangs werden in das Tote Meer weitergeleitet, was wiederum Kritik laut werden lässt, es handle sich bei der Weiterleitung ins Tote Meer nur um die Entsorgung eines giftigen Abfallproduktes, mit negativen Auswirkungen auf die Wasserqualität des Toten Meeres.

Quellen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jordanien-schreibt-kanal-zwischen-rotem-und-totem-meer-aus-a-1065565.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/totes-meer-und-rotes-meer-jordanien-startet-megakanal-a-1066213.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/abkommen-gegen-das-austrocknen-wasser-fuer-das-tote-meer-12702786.html
http://www.zeit.de/2013/08/Oekologie-Totes-Meer-Austrocknung-Rotes-Meer
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ausschreibung-gewaltiger-kanal-soll-das-tote-meer-retten-1.2763808